Pireco-Erdbeer-Spezial (Erdbeerzüchter Jos Goossens)

Wie sieht Jos Goossens, Gründer von Flevoplant und Flevoberry, die Verwendung von Pireco-Produkten im Erdbeeranbau?
04-05-2020

Jos Goossens, „Kunde der ersten Stunde bei Pireco“, ist Eigentümer von Flevoplant und Miteigentümer von Flevoberry in Ens. Im Jahre 1958 wurde die heutige Firma von den Eltern von Jos gegründet. 1980 trat er in den Betrieb ein und es wurden die ersten Schritte zur Vermehrung von Erdbeerpflanzen unternommen. Innerhalb kurzer Zeit entwickelt Flevoplant sich zu einem Weltklassespieler mit einem umfassenden Sortiment an kurztragenden und immertragenden Erdbeersorten. Um den Wünschen der Kunden entgegenkommen und die hohe Qualität garantieren zu können, wurde siebzehn Jahre später eine Niederlassung im polnischen Radach eröffnet. Im Jahr 1999 wurde ein Veredlungsstandort eröffnet, um neue Erdbeersorten zu entwickeln, welche die Saison verlängern können. 2015 entstand daraus ein eigenständiger Veredlungsbetrieb mit dem Namen Flevoberry.

Unsere Philosophie

„Was biologisch geht, muss biologisch gemacht werden.“ Das ist die Philosophie, die wir bei Flevoplant und Flevoberry verfolgen, so Jos. Darum setzen wir beim Anbau viele verschiedene Pireco-Produkte ein. Nemater benutzen wir auf Feldern, die voraussichtlich Probleme mit Nematoden bereiten werden. Herfosec und Folisec verwenden wir Standard, um den Druck von Thripsen und anderen Blattschädlingen in Grenzen zu halten. Herfomyc setzen wir zur Förderung der Widerstandsfähigkeit gegen Mehltau ein und Tercol bei Bodenschädlingen. Stimuter ist das Produkt, das wir am Häufigsten einsetzen, um die Entwicklung einer vitalen Pflanze mit starken Wurzeln zu fördern.

„Ich war übrigens persönlich an der Entwicklung von Stimuter beteiligt. Ich rief Wim van Garderen (Gründer von Pireco) an und erzählte ihm, dass ein bestimmtes Erdbeerfeld nicht wachsen wollte. Deshalb fragte ich Wim, ob er ein Produkt entwickeln könne, um das Wachstum des Feldes zu fördern. Wim war davon überzeugt, dass er dieses Problem lösen konnte. Wenige Tage später hatte er ein Produkt entwickelt, das wir daraufhin getestet haben. Nach der Behandlung wurden die Pflanzen sichtbar jeden Tag kräftiger. Daraufhin habe ich einige hundert Liter dieses Produktes bestellt und so entstand schließlich Stimuter.“

Wir sind Kunde der ersten Stunde

Größte Gefahren im Erdbeeranbau

Bei uns im Anbau sind Wurzelkrankheiten und Phytophthora die größten Gefahren. Wenn die Erdbeeren davon befallen sind, ist das Problem schwer zu lösen. Da wir in die Vitalität der Pflanzen investieren, hat es bei uns in den letzten Jahren übrigens kaum schwer zu behebende Krankheiten gegeben. Eine starke und gesunde Pflanze wird im Allgemeinen auch nicht krank, wie das auch bei Menschen der Fall ist. Die Produkte von Pireco helfen uns hier gut.

Andere Formen eines Befalls können wir recht gut beherrschen. Bei Mehltau können wir die Erdbeerpflanzen über einen langen Zeitraum hinweg mit Pireco-Mitteln behandeln. Wir wissen aber, dass der Schimmel sich am Ende durchsetzt. Das passiert oft im Juli. Wir greifen dann ein- oder zweimal zu chemischen Mitteln und setzen anschließend die Behandlung mit Pireco fort. Außerdem nimmt die Effektivität von chemischen Mitteln zu. Normalerweise wird bei Mehltaubefall viel gespritzt und entsteht aufgrund des massiven Chemieeinsatzes Immunität.

Jahrelang starkes Vertrauen

Wir sind einer der ersten Großkunden von Pireco und die Zusammenarbeit ist vom Anfang an vorbildlich. Die Kommunikationswege sind kurz und das macht die Zusammenarbeit angenehm. Zudem stärkt dies unser Vertrauen, dass wir gemeinsam die Entwicklung diverser Produkte in die Wege geleitet haben. Kurz gesagt: Wir sprechen bereits seit Jahren eine gemeinsame Sprache. Vielleicht ändert sich die Kommunikation in den kommenden Jahren etwas, da auch Pireco ein Wachstum verzeichnet. Aber so hat das Ganze vor längerer Zeit angefangen.

Erstaunliche Begegnung mit Pireco

Vor Jahren hatten wir ein Feld, das von Nematoden befallen war. Ich hatte das Feld bereits aufgegeben und einen der Anbaumitarbeiter gebeten, den Fräser hinter den Trecker zu hängen, um das Feld zu vernichten. Leo Mabesoone (Anbauberater) schaute vorbei und er erzählte von einem guten Mittel, das eine stärkende Wirkung bei Älchen habe. Wir haben Nemater damals testweise angewendet und am Ende konnte ich doch noch 80 % des Feldes abernten. Das war die erste Bekanntschaft mit Pireco und die hat mich wirklich angenehm überrascht”, berichtet Jos.

Produkte mit einer präzisen Gebrauchsanweisung

Obwohl ich eine sehr gute Meinung über die Produkte von Pireco habe, habe ich auch erlebt, dass ein Produkt nicht die gewünschte Wirkung zeigte. Nach jahrelanger Erfahrung mit dem Produkt erkennt man, dass die Produkte eine sehr präzise Gebrauchsanweisung haben und dass Behandlungen wiederholt werden müssen. Wichtig ist, dass die Anwendungsweise des Produkts genau beachtet wird. Erfolgt die Behandlung zum richtigen Zeitpunkt, bei der gewünschten Temperatur, mit genügend Wasser? Wird beispielsweise bei Temperaturen über 25 °C gespritzt, schließen sich die Stomata und wird das Produkt nicht aufgenommen.

Sie erleben gerade einen Lernprozess und auch als Züchter sollte man dafür offenstehen. Oft haben wir Produkte gespritzt oder gestreut, die am Ende nicht die gewünschte Wirkung hatten. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass diese Produkte gut sind, und wenn sie nicht effektiv sind, liegt es an der Anwendungsweise. Herauszufinden, wie wir dies verbessern konnten, war sowohl für uns als auch für Pireco ein langer Lernprozess.

Anwendung bereitet manchmal Probleme

Die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten gestalten die Nutzung von Pireco-Produkten etwas kompliziert. Etwas mehr Klarheit seitens Pireco wäre wünschenswert. Soll das Produkt die Wurzeln erreichen, dann muss das Produkt mit viel Wasser eingesetzt werden. Wird das Produkt vom Blatt der Erdbeerpflanze aufgenommen, dann sollte deutlich erwähnt werden, dass das Produkt früh morgens oder spät abends gespritzt werden sollte.

Die Zukunft von Pireco

Meiner Ansicht nach hat Pireco eine sehr günstige Zukunft, unter der Voraussetzung, dass dem Betrieb die Chance geboten wird. Der Markt ist sehr groß und ich glaube, dass man mit biologischen Mitteln 80 % aller Probleme in den Griff bekommen kann. Bei einem schwerwiegenden Befall kann Chemie eingesetzt werden. Manchmal befürchte ich allerdings, dass ihr von den großen Chemieherstellern sozusagen „zermalmt“ werdet, denen Firmen wie Pireco schließlich ein Dorn im Auge sind. Zudem wird die Entwicklung biologischer Mittel immer noch in starkem Maße behindert.

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